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[Fee] Von dicken Jacken und dicken Bäuchen • Absender: stogadis, 29.12.2018 14:17

In meiner Küche ist es immer ein wenig dreckig. Das liegt vor allem an der Tür, die von hier aus direkt in den Stall führt - mein Freund Sam ist deshalb auch ständig am motzen. Ich persönlich bin der Meinung, dass diese Tür eine der besten Erfindungen ist die es gibt, gerade jetzt im Winter. Denn nichts finde ich grausliger, als bei eisiger Kälte morgens in die Dunkelheit zu müssen, um den Pferden ihr Frühstück zu bereiten! Natürlich ist auch der Schritt von der mollig warmen Küche in die Stallgasse nicht ganz angenehm, aber zumindest Wind und Wetter bleibt einem dabei erspart. Und irgendwie finde ich ja, das die frühen Tagesstunden im Winter auch ihren ganz eigenen Scharm haben. Wenn es draußen noch ganz dunkel ist und die Stallgasse in warmes, gelbes Licht getaucht wird... Ein paar verschlafene Pferdeaugen blinzeln einem entgegen (und ein paar verfressene Ponynasen sind schon laut am Schnorcheln..) Und es fühlt sich an, als wäre man in einem kleinen, abgeschirmten Universum, in dem der Rest der Welt nicht existiert.

2 meiner 3 Hunde begleiten mich heute in den Stall. Border Collie Aaron und Husky Hündin Banshee stürmen wie gewohnt an mir vorbei und begrüßen erstmal ihre pferdischen Freunde. Mein alter Retriever Creamy hingegen verbringt seinen Morgen lieber vorm Kamin statt mit den Jungspunden herum zu wuseln.

Die morgendliche Fütterung ist bei mir eine Routine die ich wie in Trance ausführe. Jeder Handgriff ist tausendmal geübt und in minutenschnelle sind alle Mischturen so angesetzt, wie sie für jedes Pferd individuell vom Futterexperten festgelegt wurden. Direkt gegenüber der Futterkammer stehen die zwei größten Fressmaschinen - Marshall und Boom Boom. Sobald sie ihr Futter haben meldet sich aber auch schon der nächste, Rocky Ruben, zu Wort. Danach kommt der eher gesitteten Fresser Louis, und ich gehe Box für Box ab und schütte Mash, Kräuter, Hafer und diverse Obst und Gemüsesorten in die Futtertröge meiner Pferde. Am hinteren Ende der linken Boxenreihe angekommen stehen meine beiden trächtigen Stuten El Nadima und Rihaana. Die beiden Vollblüter neigen dazu wenig Winterfell auszubilden und schnell zu unterkühlen, deshalb tragen sie zusätzlich zu ihren dicken Babybäuchen inzwischen auch schon dicke Stalldecken und bei dem Anblick der beiden muss ich grinsen. Es geht eben nichts über kleine schmale Araberköpfchen auf dicken Pummelkörpern. Ihnen gegenüber, in der ersten Box auf der rechten Stallseite, steht die Reitponystute Summertime die seit einigen Jahren nun im Besitz meiner ehemaligen Reitbeteiligung Rebecca ist. Auch sie erwartet ein Fohlen und kann das schon nicht mehr wirklich verbergen, im Gegensatz zu den Arabern ist sie aber in dicken Flausch gehüllt und braucht deshalb keine Decke. Ihre Boxennachbarin Magic Maiden hingegen, die im aktiven Training ist und sogar noch Turniere geht, ist fürs tägliche Training geschoren und entsprechend eingedeckt. Nach ihnen folgt eine leere Box und zu guter letzt bekommen noch Chico und Mael ihr Futter, dann bin ich wieder an der Futterkammer angelangt und verstaue alle Eimer wieder an ihrem Ort.

So beginnt mein Alltag auf Gut Kirchweih, dem kleinen Hof den ich ganz in der Nähe von van Steuben bewohne. Nun sitze ich wieder in der Küche, vor mir eine heiße Tasse Tee und ein Stück Christstollen und ein Bogen Papier. "Liebe Nanni," steht dort in meiner Handschrift, und der Rest des Papiers wartet noch darauf beschrieben zu werden. Nanni vom Kronenhof ist die ehemalige Besitzerin und Züchterin von meinem Chico und für heute habe ich mir vorgenommen, ihr in einem Brief davon zu erzählen, wie es ihrem ehemaligen Schützling heute geht.

[to be continued...]


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