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[Alessi] 35° und es wird noch heißer.... • Absender: stogadis, 24.07.2018 18:23

Mit gierigen Zügen trinke ich meine Wasserflasche leer. Dabei merke ich, wie mir der Schweiß den Nacken runter läuft. Kein Lüftchen regt sich, unter mir dampft der Körper meines Rappen. Es ist 9 Uhr morgens - und die Sonne knallt bereits. In der Halle ist es fast genauso unerträglich, dazu noch stickig, nein Danke. Dann doch lieber auf dem Platz.
Ich habe schon einen halben Arbeitstag hinter mir - früh ging es mit Marshall los, der ja unter der Hitze immer besonders leidet. Dann gibts seine Vorstellung vom sterbenen Schwan, die ist inzwischen wirklich gut, aber dressurmäßig weiter kommen wir damit nicht. Also klingelt der Wecker aktuell um 4.30 und spätestens eine Stunde später stehe ich im Stall. Nachdem Marshall fertig war, hab ich mich um Booboo gekümmert. Der Schimmel muss oft in der größten Hitze raus - "ist ja weiß, der kann das ab!" dabei schimmelt er ja echt langsam, ist für einen 6jährigen immer noch ziemlich dunkler, und sein diesjähriges Sommerfell ist sogar wieder einen Ticken dunkler, als sein Winterplüsch letztes Jahr. Das hat mir irgendwie leid getan, also durfte er heute auch mal die kühle Morgenluft genießen. Und nun kam erstmal mein eigener ran, Pittyplatsch ist ja nunmal auch mit einem schwarzen Pelz gesegnet, der muss auch nicht umbedingt mittags unter den Sattel. Ich hab mich wirklich ran gehalten - aber heiß war es nun trotzdem schon. Also gab es Sparprogramm - ein paar Runden locker Traben, kurze aber knackige Galopparbeit, jetzt nochmal einige wenige Runden Trab und wir sind fertig. Aber wirklich: Fix und Alle! Langsam geht mir das Wetter ja auf die Nerven, aber besser als Schnee ist es allemal! Nun geht es zurück an den Stall. Wie immer, wenn solche Temperaturen herrschen, ist schon recht ordentlicher Betrieb. Erin duscht gerade ihren Rappen ab, das scheint ihm wirklich gut zu tun. Auf "unserer" Stallgasse ist Bianca außerdem gerade dabei, ihre Stute Spiel auf Zeit zu satteln. Ich mache das gleiche andersrum: Absatteln. Danach gehe ich raus an den Waschplatz und stehe Schlange. Erin hält sich ran und als Tibbe fertig ist, geht es nun für Pite unter das kühle Nass. Früher war Pite ja echt kein Fan von Wasser, das hat sich dieses Jahr gewandelt. Es ist ja auch kaum anders auszuhalten. Danach geht es rüber in die Box, wo sein Frühstück auf ihn wartet. Aktuell steht Pite nachts auf der Koppel, weil er sich tagsüber nicht nur mit der Hitze sondern auch den Fliegen so extrem quält. Für ihn gehts also erst gegen 21 Uhr wieder raus, so lang muss er sich eben drinnen beschäftigen.

Als nächstes steht nun eine Reitstunde auf dem Plan - Rebecca kommt mit ihrem Schimmelchen Pablo. Der Hengst ist aktuell wieder ein kleiner Sorgenfall von uns - oder naja, besser gesagt der Hengst in Kombination mit seiner Reiterin. Denn unter mir läuft Pablo gut, aber Rebecca steht sich ein wenig selbst im Weg. Bei dem Wetter hat halt Pablo auch nicht immer Lust zu arbeiten aber nun gut - manchmal muss Pferd da einfach durch! Da wird er dann etwas ungestüm, ab und zu fliegt der Popo hoch oder er stürmt mal kurz los. Er ist halt ein Hengst, noch ein recht junger dazu. Aber Rebecca wird dann oft zögerlich, oder klemmig, und wenns schlecht läuft reiben sie sich dann aneinander auf. Als Reitlehrer ist man ja nicht nur Reitlehrer, sondern auch noch Motivation-Coach und ein bisschen Therapeut. Also achte ich auch heute wieder darauf, ein fettes Grinsen im Gesicht zu haben, als ich rüber in den zweiten Stalltrakt wechsel.
"Guten Morgen Becca! Naa, alles fit bei euch?" begrüße ich meine Reitschülerin, die mich kurz drückt und mir einen Kuss auf die Wange haucht. Pablo schnappt sich das obligatorische Leckerlie - bei seinem großen Ponyaugen werd ich einfach immer schwach - und da er schon Sattel und Trense trägt machen wir uns direkt auf den Weg Richtung Halle. Mit Pablo gehts nämlich in die Halle, da ist sein kopflos losstürmen nämlich noch ETWAS leichter zu kontrollieren als draußen... Aber so wirklich viel hilfts uns nicht und keine viertel Stunde später helfe ich Rebecca das erste Mal aus dem Sand. "Er ist zwar nur ein Pony, aber wenn dus auf ein Wettziehen ankommen lässt hast du da gerade genauso viele Chancen wie gegen ein Warmblut. Du kannst sein Losstürmen nicht mit dem Zügel aufhalten - jedenfalls nicht mit Gewalt. Sitzen bleiben, Ruhe bewahren, dann über Impulse arbeiten. Aber so wie ich das sehe, hast du bestimmt noch oft genug Zeit dass richtig ausführlich zu üben!" an Rebeccas schiefem Grinsen sehe ich, dass sie ihren Mut noch nicht ganz verloren hat und mir meinen schlechten Witz nicht übel nimmt. Nach kurzem Staub-Abklopfen sitzt sie wieder im Sattel und startet einen neuen Versuch.
Und ich sehe die selbe Szene tatsächlich einen kurzen Augenblick später wieder... Pablo möchte NICHT auf dem Zirkel gehen, Pablo möchte NICHT fleißig traben und Pablo möchte auch NICHT angaloppieren. Rebeccas etwas energischere - aber immer noch zögerliche - Galopphilfen werden mit einem Buckler und anschließendem Ausbruch von der Zirkelbahn beantwortet. Nun geht es im gestreckten Galopp runter zur kurzen Seite - aber diesmal reagiert Rebecca. Statt im Zügel zu hängen findet sie schnell wieder ihren Sitz, bleibt weit genug hinten und bevor Pablo richtig versteht was passiert ist, galoppiert er wieder auf einem Zirkel - zugegeben, einem anderen als vorher. ABER es ist ein Zirkel und er ist im Galopp und jetzt sieht Rebecca auch halbwegs zufrieden mit sich aus. Vielleicht war das nun der Wendepunkt?
Noch 2mal lasse ich sie durchparieren und neu angaloppieren - und Pablo antwortet jeweils mit einem verärgerten Bocksprung. Doch danach scheint es ausgesessen - im wahrsten Sinne des Wortes - und der dritte Versuch gelingt ohne zusätzlichen Sprung. Nun eine Runde auf dem Zirkel, eine Runde ganze Bahn, eine Runde Zirkel - der Fluch scheint für heute gebrochen. Pablo hat vergessen, dass er eigentlich keine Lust hat, und macht was seine Reiterin von ihm möchte. Damit beenden wir die heutige Stunde - keine lange Trainingseinheit, aber eine positive, hoffe ich. Und Pablo ist inzwischen nass geschwitzt, bei diesem Wetter sind mehr als 20, 25 Minuten Training halt kaum drin.

Denn inzwischen sind es 35° und wir haben gerade mal kurz vor 11 - ich erkläre meinen Vormittag für beendet...

Zwanzig Minuten später sitze ich im Auto nach Hause. Nun heißt es: Schlafen! Etwas anderes ist bei diesen Temperaturen eh nicht möglich, und nach dem ausufernd langem Filmabend, denn Fee und ich gestern hatten, und meinem Wecker der mich dann in aller Herrgottsfrühe wieder aus dem Bett gerufen hat, habe ich ein paar Stunden Schlaf auch dringend nötig.

Zwar wartet Louis noch auf sein heutiges Training, und Fee hat mich um Hilfe mit Ruben gebeten, aber das muss bis heute Abend warten. Vielleicht ist es ab 18 Uhr ja so langsam wieder erträglich im Stall?

Weiter gehts mit Alessis Ausritt zum See!


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