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#07 Things we lost in the Fire

in Past 10.01.2021 14:39
von Natsch • 20 Beiträge | 52 Punkte

THINGS WE LOST IN THE FIRE
DIE SICHERSTE METHODE, JEMANDEN ZU VERLIEREN,
BESTEHT DARIN, DIES STÄNDIG ZU FÜRCHTEN

SCHICKSAL
Ich war auf dem Weg zur etwas weiter entfernten Tierklinik, da der Tierarzt nicht feststellen konnte, was genau der kleinen Elly fehlte. Ihm würden die nötigen Instrumente fehlen, weshalb er uns so schnell wie möglich einen Termin in der Klinik besorgte. Die Tatsache, dass wir in die Klinik mussten, verschaffte mir kein gutes Gefühl, denn meistens war dann schon etwas, was man nicht 'einfach so' behandeln konnte. Mein Bruder hatte mir seinen Wagen geliehen, da er den seiner Verlobten nehmen würde, damit ich besorgte Hundemutter den Hund so schnell wie möglich zur Klinik befödern konnte. Er selbst hing jetzt schon sehr an Elly und fand es auch ganz schrecklich, dass sie mit in die neue Wohnung ziehen und nicht bei ihm im großen Haus bleiben würde. Ihm selbst kam schon der Gedanke an einen eigenen Hund, doch dafür blieb ihm keine wirkliche Zeit, da er eine Firma zu leiten hatte. Seine Verlobte hatte auch nicht viel Zeit, weshalb sich ein Hund nicht wirklich anbot. "Was ist los? Hm, Elly?", sprach ich zu dem Hund der auf einer besonderen Autovorichtung saß, mit der sie auf dem Beifahrersitz liegen konnte. Eigentlich liebte es die kleine Hündin während der Fahrt nach draußen zu schauen, doch auch heute lag sie ganz still da und schaute mich nur hilfesuchend an. Ich wusste, dass sie Schmerzen hatte, doch ich konnte nicht wirklich sagen wo.
Nach einer längeren Fahrt erreichten wir die Klinik und nachdem ich Elly reingetragen hatte, kamen wir auch schon relativ rasch dran. Die Ärztin wirkte kompetent und sehr freundlich, sie bemerkte meine Sorge um meinen Hund und lächelte mich aufbauend an. "Sind Ihnen in letzter Zeit irgendwelche Besonderheiten aufgefallen?", fragte sie nach und ich beobachtete Elly einen Moment schüttelte dann aber den Kopf. "Sie wirkte vorgestern noch recht agil. Sie läuft immer frei wenn wir spazieren gehen - aber sie frisst eigentlich nichts, was ich vorher nicht in der Hand hatte...", erklärte ich der Ärztin und sie nickte. "Also schließen sie einen Giftköder aus..", mutmaßte sie und begann den Hund abzutasten. Wieder nickte ich. Als die Ärztin die Unterleibsregion des Hundes abtastete, quietschte Elly kläglich auf. "Hm.. Wie lässt ihr Hund zur Zeit Wasser?", fragte mich die Ärztin und ich warf ihr einen kurzen Blick zu. "Sie setzt sich öfters, aber manchmal will es nicht so recht..", wieder ein Nicken der Ärztin und sie sagte, dass man das auch dem Alter des Hundes hätte anrechnen können. "Wir machen Mal einen Ultraschall...", erklärte sie mir und bat mich Elly festzuhalten. Ich tat wie mir geheißen und hielt Elly leicht fest und beruhigte sie mit sanften Streicheleinheiten. Sanft fuhr die ältere Frau über den Unterleib des Hundes und ein "Oh..", entwich ihr als sie auf das große Bild blickte. "Ihr Hund hat eine Harnwegsentzündung...", sie schaute weiter und hielt Inne. "..und ihre Gebärmutter ist vereitert. Das erklärt das häufige hinsetzen... Ihre Hündin muss gut schauspielern können, wenn sie erst jetzt mit Trägheit beginnt...", erklärte sie mir und legte das Gerät weg. Besorgt blickte ich die Ärztin an und sie schien meine Befürchtung in meinen Augen ablesen zu können. "Wir haben drei Optionen, die ich ihnen kurz erläutern werde.", sagte sie mit ruhiger Stimme und stützte sich leicht auf dem Behandlungstisch ab. "Option eins wäre eine Operation - wobei wir bei dem Alter zu einer Periduralanästhesie tendieren würden. Die zweite Option wäre eine Hormon - und Atibiotikabehandlung. Es wäre nicht sicher, ob die Entzündung für immer verschwinden würde, aber würde sie zumindest mindern. Die dritte und letzte Option wäre, sie einschläfern zu lassen...", das war wie ein Schlag ins Gesicht und ich betrachtete Elly nachdenklich. "Was ist eine Periduralanästhesie?", fragte ich nach und schaute die Ärztin fragend an. "Diese Variante belastet den Kreislauf des Hundes nicht so stark. Er bekommt lediglich eine mittelstarke Beruhigungsspritze und eine Rückenmarksnarkose.", erklärte sie mir bereitwillig. "Nach der Operation könnten wir uns dann an die Behandlung der Harnwegsentzündung machen..", fuhr sie fort und schaute mich abwartend an. An ihrem Blick erkannte ich, dass sie wahrscheinlich vermutete, dass ich - um Geld zu sparen - Elly wohl einschläfern lassen würde. "Wie lang müsste sie nach der Operation hier bleiben?", fragte ich nach und kraulte weiter meinen Hund. "Sie könnten sie - wenn alles glatt läuft - natürlich direkt wieder mit nach Hause nehmen. Wir geben ihnen noch Schmerzmittel mit und Atibiotika die sich mit diesen vertragen bezüglich der Entzündung.", erklärte sie mir bereitwilliger und kraulte ebenfalls den Hund. "Gut...", ich nickte. "Dann bitte die Operation...", die Ärztin wirkte erleichtert und das.. erleichterte mich irgendwie.
Es war kein langer Eingriff. In der Zeit rief ich die Mädels im Stall an um Bescheid zu geben, dass ich heute ausfallen würde, meinen Bruder um ihn über die Entwicklungen Vorort zu unterrichten. Vielleicht machte er sich sogar ein bisschen Vorwürfe, doch im Moment war ich viel zu aufgewühlt um noch wirklich klar darüber nachzudenken und um ihm diese vielleicht zu nehmen. "Die Ärztin kommt, ich muss auflegen...", sagte ich in einem fast schon hektischen Ton und beendete das Gespräch, während ich mich zu der älteren Frau umdrehte. Sie wirkte ernst, hatte jedoch ein kleines Lächeln auf den Lippen. "Die Operation war die richtige Entscheidung. Die Vereiterung hatte ein Stadium erreicht wo die Antibiotiker nichts mehr hätten ausrichten können...", erklärte sie mir und verschränkte leicht ihre Arme vor der Brust. "Doch Elly ist noch recht schwach, wir machen uns Sorgen.", fuhr sie fort und lockerte wieder ihre Haltung. "Daher würden wir sie gerne für zwei Tage hierbehalten um ihre Genesung zu beobachten...", ich schluckte schwer und biss mir auf die Unterlippe. Tränen drangen in meine Augen und ich versuchte sie runterzuschlucken. "Die Vereiterung hätten sie nicht sehen können, anders als 'normal' lief sie nicht ab und war fest...", versuchte sie mir meine Schuldgefühle zu nehmen. "Während sie hier ist, werden wir natürlich auch etwas gegen die andere Entzündung unternehmen...", versicherte sie mir als sie mein verkrampftes Gesicht sah.

Ich hatte mir Elly natürlich zeigen lassen und zu meinem Entsetzen hatten sie sie in ein Sauerstoffzelt bringen müssen, da sie Probleme mit der Atmung hatte. Inständig hoffte ich, dass ich ihr Leiden mit meinem Entschluss nicht verlängert hatte und fuhr mit 'leeren Händen' wieder Richtung Heimat. Es war ein komisches Gefühl meine Hündin in der Klinik zu lassen, so ganz allein und geschwächt. Kurz bevor ich den Ort erreichte in dem mein Bruder lebte, stellte ich den Wagen am Seitenstreifen ab und lehnte meinen Kopf an die dunkle, weiche Stütze des Sitzes. Tränen die ich der Sorge um Elly zuordnete kullerten über meine Wange und ein leichtes Kopfschütteln löste das kurze Zittern meines Körpers aus. Seit Saruk's Tod verkraftete ich so etwas reichlich schlecht. Die dauerhafte Sorge jemanden zu verlieren - egal ob Mensch oder Tier - hatte mich über das eine Jahr zu einem unfreiwilligen Eigenbrödler werden lassen. Erst der Mysteryhof, Samir und der Arschtritt meines Bruders hatten mich wieder aus meinem Loch herausgeholt. Vielleicht lag mein Problem mit Verlust auch schon in meiner Vergangenheit, vor Saruk. Vielleicht an der Tatsache, dass mich mein Vater nicht mehr gewollt hatte nachdem meine Mutter sich getrennt hatte. Das er mit seinem alten Leben zu dem ich ja gehört habe, abgeschlossen hatte. Das er es mir einfach ins Gesicht sagen konnte.
Wieder schüttelte ich leicht den Kopf, diesmal ein absurdes, spöttisches Lächeln auf den Lippen, das eindeutig meinem Vater galt. Mit einem Ruck riss ich die Autotür auf und verschloss den Wagen ehe ich querfeldein den Weg in den angrenzenden Wald einschlug. Der Weg den ich nahm war eindeutig für keine Fußgänger geeignet, glich eher einem Pfad den sich Rehe oder andere Paarhufer ertrampelt hatten. Nach einigen Minuten, in denen ich mich einfach durch Geäst und Gestrüpp kämpfte, wurde mein Kopf von Zeit zu Zeit klarer. Mein Herzschlag beruhigte sich und als ich einen Weg erreicht hatte, der durch den Wald führte, fasste ich mir an den Kopf. "Jetzt gehen mit dir aber die Pferde durch...", raunte ich zu mir selbst und holte tief Luft. Die Sorge um Elly und die unverarbeiteten Emotionen waren wie eine gewaltige Welle über mich hineingebrochen - ich kam mir schon fast lächerlich vor. "Seit wann bin ich denn so eine Heulsuse?", versuchte ich die Sache runterzuspielen - wenn mich jetzt einer gesehen hätte, wäre mir das wohl sehr peinlich gewesen. Elly würde gesund werden, ganz sicher - redete ich mir ein und wischte mit den Ärmeln meines Pullovers über mein Gesicht.

Der dumpfe Hufschlag eines Pferdes holte mich schier aus meiner trüben Gedankenwelt und ich war fast schon froh, aus diesem - für mich so empfundenen - Selbstmitleid herausgezogen zu werden. Tief einatmend wandte ich mich wieder dem Weg zu, durch den ich mich vorhin gekämpft hatte. Der Hufschlag wurde lauter, ehe er auf einmal verstummte. Überrascht und mit einem vom Weinen aufgequollenen Gesicht wandte ich mich um und blickte in zwei fast schon vertraute, blaue Augen. Innerlich stöhnte ich auf. Natürlich musste ich dem Kerl vollkommen verheult begegnen, konnte er nicht einmal auftauchen, wenn es mir gut ging und ich die Sonne persönlich spielen könnte? In den hellen Augen des Brünetten spiegelte sich Sorge wieder und er stieg von dem Palominohengst ab, was mich fast einen Schritt nach hinten gehen ließ. "Alles in Ordnung bei dir?", fragte er nach und legte den Kopf leicht schief. Erst jetzt bemerkte ich, dass er gut zwei Köpfe größer war als ich und ein breites einladendes Kreuz besaß. Ich hatte vergessen, dass wir schon beim 'Du' angekommen waren nach dem Ausritt. "Seh wohl nicht so aus, huh?", fragte ich - fast ein bisschen ironisch, lächelte aber schwach. Meinen Frust würde ich jetzt nicht bei einem fast Fremden abladen! Das nahm ich mir vor. "Nicht wirklich.", seine Stimme war ernster als gedacht und er musterte mich kritisch - als hätte ich einen Geist gesehen. "Hat ihnen jemand etwas getan? Als Frau sollte man nie allein durch den Wald gehen...", ich schüttelte den Kopf - hatte eigentlich fast schon auf solch eine Frage gewartet. "Nein, nichts dergleichen.", antwortete ich, nicht wirklich gewillt mich dem Kerl zu öffnen. Er jedoch schien hartnäckiger zu sein als der 'autonormal' Mann. "Dennoch begleite ich dich, bis du aus dem Wald raus bist. Und jetzt sag nicht nein, wenn dir ein Wildschwein begegnet kann das übel enden...", seine Stimmung lockerte sich wieder, während ich an Julias Worte erinnert wurde. "Aber die haben zur Zeit doch keine Frischlinge...", argumentierte ich mit Julias Argument, erntete jedoch nur ein Augenrollen. "Jetzt lass mich dich begleiten, mein Gott.", es glich fast schon einem leisen Fluchen was er da mit einem kurzen verdrehen der Augen mir zur Antwort hab. Als würde ich mich ergeben, hob ich leicht die Hände. "Ist ja gut Sheriff...", spöttelte ich und verdrehte meinerseits leicht die Augen. "Mein Auto steht irgendwo da am Straßenrand...", erklärte ich während ich mit dem Arm in die Richtung deutete. Zufrieden folgte er meinem Wink und nickte dann, ehe er auf den Palominohengst deutete. "Kannst dich gerne drauf setzen, ich führ dich auch...", machte er sich jetzt ernsthaft über mich lustig? Ich verneinte und beschloss neben ihm herzugehen, auch wenn Jared nicht im entferntesten daran dachte, auf das Pferd wieder aufzusteigen. Zusammen gingen wir weiter den Waldweg entlang und schwiegen eine Weile. Es war kein unangenehmes Schweigen, aber trotzdem hatte ich das stumpfe Verlangen es immer und immer wieder zu unterbrechen. Jared gab sich geduldig, schien nur darauf zu warten, dass ich den ersten Schritt machte. "Meine Hündin ist in der Klinik und wurde operiert. Sie wissen nicht ob sie durch kommt..", brach es dann doch leise aus mir heraus und ich richtete meinen Blick starr auf den Weg vor uns. Er schwieg weiterhin, doch ich spürte seinen Blick auf mir. "Hast du Mal jemanden verloren, der dir wichtig war?", fragte ich dann frei heraus und warf ihm einen verstohlenen Blick zu. Gott, ich fühlte mich wie ein kleines Mädchen in seiner Gegenwart. "Natürlich, das gehört zum Leben.", da kamen die Weisheiten eines Mannes der sicherlich einiges an Lebenserfahrung mehr hatte als ich. "Meine Frau starb vor 8 Jahren, bei der Geburt unserer Tochter.", mir stockte leicht der Atem und instinktiv suchte ich seinen Blick, doch Jared wandte den Blick ab und musterte irgendeinen Punkt in der Ferne. Jetzt fühlte ich mich noch naiver. Und dümmer. "Jeder Tod eines geliebten Menschen oder eines geliebten Tieres ist schwer zu verkraften. Sie haben einen begleitet - es ist schwer sich ein Leben ohne sie vorzustellen. Doch es geht, auch wenn es die erste Zeit schwer ist und wenn man es verkraftet hat, blickt man lächelnd auf diese Zeit zurück und ist einfach froh darum, die Zeit mit demjenigen gehabt zu haben.", fuhr er fort und blickte jetzt wieder mit einem kleinen Lächeln das um seine Lippen spielte auf mich herab.
Ich konnte nicht abstreiten, dass ich beeindruckt war von seiner Art von solchen Dingen zu sprechen, weshalb ich nicht anders konnte als zu schweigen. Wieder vergingen Minuten in denen nur das schmatzende Geräusch unserer Schritte zu hören war. "Ich bin ziemlich weise, was?", fragte er und schien seine lockere Art wieder gefunden zu haben. Ich nickte. "In der Tat..", stimmte ich ihm zu und lächelte ebenfalls schwach, die Arme um meinen Körper schlingend. Das war doch wirklich eine Begegnung der dritten Art! "Hat aber auch eine lange Zeit gedauert bis ich soweit war.", sagte er dann ehrlich und schüttelte leicht den Kopf. "... und vielleicht geht es deiner Hündin ja auch bald wieder besser.", versuchte er mich aufzubauen und stieß mit seiner Schulter leicht gegen meine, ehe er seinen Arm um jene legte.
Es war eine tröstende Geste, die mir in diesem Moment einfach sehr gut tat und für die ich ihm dankbar war. Auch wenn sie das Kribbeln in meiner Magengegend verstärkte, von dem ich wusste, was es zu bedeuten hatte.

Als wir den Wagen erreichten, dämmerte es bereits und mir war gar nicht aufgefallen, dass wir mehrere Stunden spazieren gegangen waren und er dabei die meiste Zeit über seinen Arm um mich gelegt hatte. In der Zwischenzeit hatte er mir schon seine Jacke angeboten, welche ich ausnahmsweise auch angenommen hatten. Unsere Themen waren sehr unterschiedlich gewesen, nachdem er mir von dem Tod seiner Frau erzählt hatte, hatte ich irgendwann mit der Geschichte um Saruk ausgepackt. Doch danach waren wir eher zu lockeren Themen übergegangen, gescheiterte Beziehungen und die eigenarten der verschiedenen Geschlechter. Zeitweise haben wir über Samir geredet und in welche Richtung ich mit ihm gehen wollen würde. Reichlich belustigt hatte er sich dann anhören dürfen, dass ich es noch nicht wusste. Er erzählte mir von seiner kleinen Ranch die sich auf die Zucht von Quarter Horses spezialisiert hatte und seither ein Familienbetrieb gewesen war. Dein goldener Hengst war das erste Fohlen das er selbst gezogen hatte und bereits über 15 Jahre alt - was mich irgendwie überraschte.
Doch als wir am Wagen standen verstummten wir schlagartig und ein innerer Fluchtinstinkt wollte mich packen, sofort ins Auto treiben und losfahren. Mit einem tiefen Atemzug hielt ich mich aber zurück und schaute zu Jared. "Danke, dass du mich zum Auto gebracht hast - auch wenn mein Querfeldeinweg wahrscheinlich 10Mal schneller gegangen wäre...", ein leises Grinsen zeichnete sich auf meinen Lippen ab und er erwiderte es charmant. "Kein Problem, immer wieder gern.", er tippte sich ganz Cowboylike an die Hutkrempe und zwinkerte mir verschlagen zu. Bevor ich mich dem inneren und zugegeben sehr dummen Drang - ihn zu Küssen - hingab, löste ich mich von ihm und trat auf den Wagen zu. Als ich die Türe aufmachte, stieg er bereits auf den ruhig dastehenden Hengst, drehte ihn in meine Richtung und kam langsam auf mich zu. "Wir sollten das wiederholen..", waren seine schlichten Worte und der helle Hengst hielt neben dem schwarzen Audi an. Meine Finger strichen sanft über dessen samtene Nase und ich nickte. Einen Moment lang schauten wir uns lange in die Augen, als dann doch ein verschämtes Lächeln meine Lippen umspielte, was ihn triumphierend Grinsen ließ. "Sollten wir.", sagte ich dann mit einem leicht drängenden Ton in der Stimme und er wendete den Hengst geschickt. "Komm gut Heim.", waren seine Worte als er sein Pferd in einen gemütlichen Schritt trieb und sich wieder entfernte. Fast schon ein wenig verstreut und schwärmerisch schaute ich dem älteren hinterher. "Wie alt bist du eigentlich?", nachdem ich die Worte gesagt hatte, hätte ich mir am liebsten gegen die Stirn geschlagen. Im reiten wandte sich Jared im Sattel um und hob leicht eine Augenbraue. "31", das war seine einzige Antwort ehe er sichtlich amüsiert den Palomino auf einen kleinen Weg lenkte, antrabte und verschwand.

Einen tiefen Atemzug tätigend stieg ich in den schwarzen Wagen und kramte im Handschuhfach nach meinem Handy. 10 entgangene Anrufe von meinem Bruder. "Da macht sich aber jemand Sorgen...", murmelte ich und wurde automatisch wieder mit meinen Sorgen konfrontiert. Den Wagen startend wählte ich die Nummer meines Bruders und telefonierte während der restlichen Heimfahrt mit ihm über die Fernsprechanlage. Das Hauptthema war natürlich Elly - auch er machte sich ungeheure Sorgen, wobei ich nicht wusste ob diese sich auf Elly oder auf mich bezogen.

Things we'll never see again


FORTSETZUNG FOLGT...

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