#1

#7 | [Erin] ... and the future

in Past 25.05.2017 14:53
von Darcy • 114 Beiträge | 160 Punkte

Januar 2015

Jason war bereist seit knapp einer Stunde wach. Trotzdem hatte er sich bisher nur kaum bewegt. Dafür war der Moment einfach zu schön. Glücklich schaute er auf die Frau die in seinem Armen lag. Erin hatte ihn bereits bei seiner ersten Begegnung verzaubert und er hatte sich doch ziemlich geärgert. Erin ging bis heute davon aus, das er sie das erste mal an dem Abend gesehen hatte, wo sie ihren Einstand im Haus feierte. Er hatte sie bisher immer in den Glauben gelassen, aber er war ihr zuvor schon ein mal begegnet. An dem Tag, als sie zusammen mit Hank, Donna und Michael ihre Möbel in die Wohnung geschleppt hatten. Damals war er davon ausgegangen das Hank und Donna ihre Eltern waren und Michael ihr Freund. Das ganze hatte ihn doch wahnsinnig wütend gemacht. Er war Eifersüchtig gewesen auf einen Mann den er gar nicht kannte, nur weil er dachte er wäre mit Erin zusammen gewesen.
Jason wollte damals auch nicht zu Erins Party gehen. Seine Tochter Amy war an dem Wochenende bei ihrer Mutter gewesen und Jason hatte sich in seiner Wohnung vergraben, bis Steffi sich bei ihm gemeldet hatte. Die Rentnerin war in den letzten Jahren zu einem wichtigen Teil seiner Familie geworden und er schätzte ihre Meinung sehr. Steffi hatte ihn gehörig die Meinung gesagt und ihn mehr oder weniger auf die Party gezwungen und er hatte sich wie das letzte Arschloch benommen. Das bereute er bis heute, aber er war auch ganz froh gewesen, dass Steffi ihn zu dieser Party gezwungen hatte, den er hatte rausgefunden das Michael nicht Erins Freund war und Hank und Donna auch nicht Erins Eltern sind und irgendwie doch.
Danach hatte er sich eine ganze Zeit lang zurück gezogen um sich über seine Gefühl für Erin klar zu werden und was er eigentlich wollte. Dabei war ich auch klar geworden, dass er mit Erin zusammen sein wollte. Was für ihn auch sehr wichtig war, das Amy mit Erin klar kam. Das machte ihn Glücklich. Doch je mehr er auf Erin zu ging um so mehr zog sie sich zurück und das hatte ihn frustriert. Am Anfang hatte es ihn auf frustriert, das seine Kollegen über Erin sprachen, aber es war ihm von Anfang an egal gewesen, was Erin in ihrer Jugend gemacht hatte. Jeder machte Fehler und jeder konnte sich ändern und Jason glaubte nach wie vor, dass Erin nicht mehr die Person war, die sie damals mal war.
Er hatte sich bis über beide Ohren verliebt und lange gebraucht um das zu verstehen.

Sein Gedankengang wurde jedoch unterbrochen den Erin wurde wach. Etwas erschrocken sah sie sich im Zimmer um und blickte dann auf Jason.
„Guten Morgen“ flüsterte Jason und strick Erin ein paar Haare aus dem Gesicht.
„Guten Morgen“ antwortete sie unsicher und sah ihn etwas verwirrt an. Nachdem sie gestern Abend so ausgeflippt war, hatte Jason sie in die Arme gezogen und sie aufs Sofa gezogen. Nachdem Erin sich dann beruhigt hatte war sie in seinen Armen eingeschlafen. Daraufhin hatte Jason sie ins Schlafzimmer getragen, ihr ihre Schuhe und Jacke ausgezogen und ins Bett gelegt. Danach hatte er auch Schuhe, Jacke, Weste und Waffe abgelegt und sie in die Arme genommen. Gemeinsam waren sie dann eingeschlafen. Während Erin relativ lange geschlafen hatte, war Jason schon relativ früh wieder wach geworden.
„Jason …“ fing Erin schon wieder an und so langsam wurde Jason das ganze zu viel. Er richtete sich leicht auf und stützte sich auf seinen einen Unterarm.
„Hör zu Erin. Ich mag dich sehr sogar … Nein hör mir zu … Von Anfang an hast du mich umgehauen. Ich weiß nicht wieso aber ich will mit dir zusammen sein und du kannst mir nicht erzählen, dass du nichts für mich empfindest. Ich habe mich dir gegenüber nicht fair verhalten, das tut mir mehr als leide und ich hoffe du verzeihst mir irgendwann. Ich weiß nicht was deine Probleme sind, aber ich will sie rausfinden und mit dir diese Probleme beseitigen. Ich möchte mit dir leben und ich habe keine Lust und auch keine Kraft mehr dagegen zu kämpfen“
„Ich weiß nicht ob ich das hinbekomme“ gestand Erin Jason etwas unsicher.
„Wenn wir es aber nicht probieren, werden wir es nie wissen“
„Okay“
Das überraschte Jason jetzt vollkommen „Wir versuchen es?“
„Ja“ und diese zwei Buchstaben machten Jason echt glücklich.
„Hast du Lust auf Frühstück?“ fragte Jason sie und Erin nickte. So stiegen die beiden aus dem Bett und während Erin ins Bad ging um ihre Reitsachen gegen eine Jeans und einen Pulli zu tauschen ging Jason in Erins Küche und öffnete den Kühlschrank.
„Sag mal Erin, wann wolltest du Einkaufen gehen?“ rief Jason aus der Küche.
„Ähm morgen wieso?“
„Dein Kühlschrank ist … nun ja leer“
„Ähm jaaa“ gestand Erin nun. Mittlerweile war die brünette Frau aus dem Badezimmer gekommen und hatte sich umgezogen. Mit leicht schlechtem gewissen stand sie in der Küche und sah Jason entschuldigend an. Dieser jedoch nahm es mit Humor.
„Ist ja zum Glück nicht der einzige Kühlschrank hier im Haus. Komm wir gehen hoch zu mir“
„okay“

So nahm Jason seine Sachen und ging mit Erin ein Stockwerk höher in Jasons Wohnung. „Zieh du dich um, ich mache uns in der Zwischenzeit Frühstück“
„Danke“ sagte Jason gab ihr einen leichten Kuss auf die Wange bevor er eine leicht verdutzte Erin in der Küche stehen ließ und ins Badezimmer ging. Relativ schnell wusch er seine Haare, zog sich eine Jeans und ein schwarzen Pulli an und machte sich dann schon wieder auf den weg in die Küche zu Erin. Diese hatte bereits den Tisch gedeckt und ein paar Brötchen zum aufbacken in den Ofen gesteckt. Die waren auch bereits fertig.
Das Frühstück an sich verlief schweigend, den Jason wusste nicht so ganz was er sagen sollte. Aber das Problem löste sich, als die Haustür aufflog und Amy in die Küche gestürmt kam.
„Hey meine Große“ begrüßte Jason sein Tochter die sich auf seinen Schoß schwang und schlang seine Arme um sie.
„Hey Daddy“
„Und wo steckt Steffi?“
„Die ist hier“ erwiderte seine Nachbarin, die Amys Tasche abstellte und sich an den dritten Stuhl an dem Tisch setzte
„Danke nochmal das du auf sie aufgepasst hast“ sagte Jason
„Hat sich ja anscheint gelohnt“ grinste die Frau und schaute zwischen Erin und Jason hin und her und sowohl Jason als auch Erin schauten mehr als verlegen auf den Tisch.
Erin war es schließlich die das schweigen brach. „Ich muss zum Stall“
„Ich will mit“ bettelte Amy und sah ihren Vater mit großen Augen an. Dieser wieder rum sah zu Erin und Erin zuckte mit den Achseln.
„Warum nicht“ sagte Jason „Aber nur wenn ich auch mitdarf“ Nun schaute Amy Erin mit großen Augen an und Erin musste lächeln. „Von mir aus“
Relativ schnell war der Küchentisch abgeräumt und die drei machten sich auf dem Weg zu Stall.

Es war bereits kurz vor 12 als sie auf Eichenau ankamen. Einige wenige Autos standen auf dem Parkplatz und Jason stellte sein Auto neben die anderen. Amy sprang begeistert aus dem Auto und wurde von einem Jack-Russel Hund begrüßt der freudig an ihr hochsprang.
„Jack“ kam es begeistert von Amy und ermahnend von Erin.
„Eva bringt heute Nachmittag Scarlet vorbei, also wenn ihr nicht solange warten wollt, könnte ihr auch wieder fahren“
„Wir schauen mal“ gestand Jason ihr. Wenn er den ganzen Tag im Stall bleiben müsste um Zeit mit Erin verbringen zu können, würde er den ganzen Tag im Stall verbringen. Die Pferde waren ihm nicht ganz geheuer, aber Erin war ihm wichtig.
„Wollen wir spazieren gehen mit Tibbe?“ fragte Erin Amy und diese nickte begeistert und Jason wurde es warm ums Herz. Er fand es wunderbar, das Amy und Erin so gut miteinander klar kamen.
„Dann lass uns den dicken mal von der Weide holen“

Der dicke war in diesem Fall ein großes schwarzes Pferd mit langen Haaren am Kopf, Hals und am Hintern. Groß war eigentlich zu schön gesagt, er war riesig, in Jasons Augen und er bekam eine kleine Panikattacke als Erin Amy die Leine vom Pferd in die Hand drückte und sie in Richtung Stall schickten.
„Geht das gut?“ fragte Jason leicht panisch
„Jason, wenn ich nicht wüsste das er brav ist, würde ich ihr den nicht in die Hand drücken“ und wie auf Kommando knallte irgendwo auf dem Hof eine Tür zu. Erschrocken zuckte Jason zusammen und schaute wieder panisch zu Amy. Doch das Pferd hatte nicht mal gezuckt und lief noch immer neben seiner strahlenden Tochter her. Das ganze war absolut nichts für Jason und er hatte schon Angst um Amy. Trotzdem wollte er seiner Tochter den Umgang mit Pferden nicht verbieten, denn er wusste, dass Amy Erin vergötterte und Spaß hatte.

Jason schloss hinter Erin, Amy und dem Pferd die Stalltür und stellte sich in die Tür der Sattelkammer und beobachte die zwei.
„Hier“ Erin warf Jason eine Bürste zu die er geschickt auffing.
„Was soll ich damit?“ fragte er etwas überfordert.
„Putzen“ grinsten die beiden Frauen
„Oh nein, an das riesen Tier gehe ich nicht dran“
„Angsthase“ Erin grinste ihn frech an und wandte sich dann wieder an Amy.

Wenige Minuten später hatte der Wallach eine andere Decke drauf und Erin hatte ihm etwas anderes an den Kopf gemacht. Trense nannte man das, wenn Jason sich richtig erinnerte. Hinter den beiden Frauen verließ er den Stall und setzte seine Tochter auf das Pferd.
„Gut festhalten“ bat er sie und sah sie besorgt an und Amy antwortete genervt: „Ja Papa, Tibbe passt schon auf mich auf“
„Das Rat ich ihm auch“ flüsterte Jason leise und bekam direkt die Quittung von Erin. Sie stieß ihm lachend den Ellbogen in die Rippe und gab ihm einen flüchtigen Kuss.
„Entspann dich“ bat sie ihn und nahm seine Hand. Zu dritt verließen sie den Hof. Während Erin in der einen Hand Tibbes Zügel hielt, hielt sie mit der anderen Hand Jasons Hand. Diese Geste bedeutet Jason sehr viel. Er war total vernarrt in Erin, aber auch total unsicher, was sie empfand. Er wurde einfach nicht schlau aus ihr und bisher hatte sie sich eher verhalten gezeigt und so hatte ihm diese Geste doch ziemlich überrascht aber auch Glücklich gemacht. Trotzdem würde er alles dran setzten, dass die Beziehung funktionieren würde. Auch wenn das Bedeuteten würde, das seine Tochter regelmäßig auf dem Pferd saß. Was dagegen hatte er nicht, aber er verstand nicht was Amy an diesem riesen Pferd fand. Auf Eichenau standen schließlich genug Ponys.
Mittlerweile hatten sie den Hof verlassen und die Weiden hinter sich gelassen. Ein Feldweg breitet sich vor ihnen aus und mündete in einem Wald.

Fast zwei Stunden später kamen sie wieder auf dem Hof an. Jason war Glücklich und der Spatziergang mit Pferd war tiefenentspannt gewesen. Zu seiner Erleichterung war auch nichts passiert und Amy war Glücklich. Im Stall drückte Erin Jason die Zügel des Wallaches in die Hand. Auch wenn Jason protestierte hatte er keine Chance und nun stand er da mit dem Pferd.
„Na du?“ fragte er den schwarzen Wallach und sah ihn misstrauisch an. Dieser spitzte seine Ohren und stupste ihn Vorsichtig an. Genau so Vorsichtig strich Jason über seine Nase.
„Papa hab keine Angst vor ihm. Tibbe ist ganz brav“ sagte Amy und kam mit Erin aus der Sattelkammer. Jason verstand noch immer nicht, warum alle immer sagten, das Pferd sei brav. Es war auch nur ein Tier und konnte Angst bekommen. Trotzdem waren sich Amy und Erin sicher, das nichts passieren würde. Er verstand nicht, warum die beiden dem Pferd so vertrauten. Würde er das vielleicht irgendwann?
Erin kam grinsend wieder aus der Sattelkammer, nahm Tibbe die eine Decke ab und legte ihm eine andere wieder drauf. Danach nahm sie jeden Huf hoch und mit einem komischen Gegenstand machte sie etwas in dem Huf. Im Anschluss befreite Erin Jason von dem Pferd und dieser war ihr mehr als dankbar. Er beobachtet dabei wie Erin den Wallach in seine Box brachte. Dieser drehte sich um und schaute Erin etwas beleidigt an. Konnte ein Pferd beleidigt sein? Erin lachte und streichelte ihm über den Kopf. „Sorry Dicker, aber wenn Scalli gleich kommt, möchte ich das sie nicht als einzige im Stall steht“ Der Friese stapfte ein mal mit dem vorderen Bein auf und sah aus wie ein bockiges Kind. „Du wirst es überleben großer“ sagte sie, strich noch ein mal über seinen Kopf und zog dann ihr Handy aus der Jackentasche. Zufrieden grinste sie und drehte sich zu Jason um. „Eva ist gleich da, wollt ihr mit kommen“
„Oh ja“ Amy hüpfte begeistert auf und ab und folgte Erin aus dem Stall. Jason blieb also nichts anderes übrig, als den beiden zu folgen.

Grade als Jason auf den Parkplatz trat fuhr ein großes schwarzes Auto auf dem Hof. Dahinter hing ein genau so schwarzer Anhänger. Auf dem Anhänger stand groß „Redbird“ darunter stand „Sportpferde – Turniergelände – Rennpferde“ im Kreis darum stand „Züchten heißt in Generationen denken, denn Zukunft braucht Herkunft“. Aus dem Auto stiegen zwei Frauen. Schaute man genauer hin, konnte man Ähnlichkeiten zwischen den beiden Frauen fest stellen. Die zweite etwas jüngere Frau kam Jason sogar bekannt vor, aber er wusste nicht woher. Erin umarmte beide freudig und stellte sie dann Jason vor. Die etwas ältere Frau war Eva Kenzko, die Eigentümerin von Redbird und die zweite Frau stellte Erin als Tanja Aiden vor. Auch der Name sagte Jason etwas, aber er brauchte etwas bis er wusste wer sie war.
Jason war selber noch ein Kind gewesen, als die Medien voll waren von Tanja Aiden. Als Tanja ein junger Teenager war, starben ihre Eltern bei einem Unfall und es kam heraus, das Tanjas Mutter vor Jahren eine Affäre mit Evas Vater hatte und Tanjas Vater gar nicht ihr Vater war. Am Anfang hatte Tanja sich sehr schwer getan mit ihrer Halbschwester. Mit dem Unfalltod ihrer Eltern erbte Tanja auch ein großes Sportimperium. Durch Eva kam Tanja aufs Pferd und hängte irgendwann die Eiskunstlaufschuhe an den Nageln.

Jasons Gedanken wurden durch ein lautes wiehern aus dem Hänger unterbrochen. Erin stand mittlerweile im Hänger und die beiden Frauen öffneten grade die Klappe hinten. Vorsichtig schob Erin die Stute aus dem Hänger. Ein paar Sekunden später stand ein Beige-Farbendes Pony auf dem Hof. Sie trug eine dunkel Blaue decke mit dem selben Logo wie auf dem Anhänger. Die Stulpen? nannte man das was sie da auf dem Anhänger um die Beine hatte, waren auch blau und auch dort stand groß Redbird drauf. Das Halfter was die Stute auf hatte, war ebenfalls beschiftet.
„Decke, Halfter und Transportgamaschen kannst du behalten“ sagte Eva.
„Danke“ sagte Eva.
Transportgamaschen nannte man also diese Stulpen die das Pony um hatte.
„Kommt mit“ sagte Erin „ich zeig euch den Stall und dann könnt ihr euch auch gleich Tibbe ansehen“
Erin ging mit dem Pony vorweg und Jason folgte den beiden Frauen mit etwas abstand. Amy ging begeistert neben Erin her.
Im Stall nahm Erin der Stute die Transportgamaschen ab und stellte sie in die Box neben ihrem Wallach. Der Wallach schaute neugierig seine neue Boxennachbarin an und verschwand dann auf seinen Auslauf. Die Ponystute drehte sich ein paar mal in der Box, schnaufte ein paar Mal und verschwand dann auf den Auslauf.
„Tibbe sieht toll aus“ sagte Tanja und beobachtete den schwarzen Wallach. „Hast du schon ein paar Turniere mit ihm geritten?“
„Nein, aber die ersten sind geplant jetzt und ich bin schon gespannt wie er sich verhalten wird“

In der nächsten halben Stunde hörte Jason den Frauen nicht zu, denn er verstand sowie so nicht worüber sie redeten. Als die beiden Frauen sich verabschiedet hatten, nahm Jason Erins Hand gemeinsam mit Amy verließen sie den Hof und gingen zum Auto und sie machten sich auf den Weg nach Hause. Es war bereits später Nachmittag und Jason graute es jetzt schon vor dem nächsten Gespräch mit seiner Mutter. Sie würde ihn bestimmt wieder löchern warum er nicht zum Sonntägigen Mittagessen mit der Familie erschien war. Aber darüber konnt er sich morgen auch noch den Kopf zerbrechen.

Als Jason die Wohnungstür öffnete kam ihm lautes lachen aus seinem Wohnzimmer entgegen. Jason blieb leise seufzend im Flur steh und legte seinen Schlüssel auf den kleinen Schrank. Wieso wunderte ihn das jetzt nicht. Er kam ohne große Erklärungen nicht zum Familienessen und nun hockte wahrscheinlich seine ganze Familie in seinem Wohnzimmer. Amy war bereits ins Wohnzimmer gerannt und Jason drehte sich zu Erin um. Diese stand wie angewurzelt in der Haustür und war leichenblass. „Erin?“ fragte Jason „Jason …“ stotterte sie, drehte sich um und ergriff die Flucht. „Erin!“ rief Jason und folgte ihr. An der Treppe bekam Jason sie zu fassen und hielt sie fest. „Was ist los?“ fragte er sie. „Jason ich kann das nicht“ sagte sie und schaute sie mit tränen in den Augen an. „Hey“ sagte er und nahm Erins Gesicht in seine Hände. „Beruhig dich, es ist alles gut“ „Ich kann das nicht, noch nicht. Jason wir sind keine 24 Stunden zusammen und deine Familie sitzt im Wohnzimmer. Außerdem muss ich noch etwas Papierkram machen“ Letzteres war gelogen und das wusste Jason. „Hör zu du holst deine Arbeitssachen und setzt dich in mein Arbeitszimmer. Ich sehe zu das ich meine Familie los werde“ sagte er und gab ihr einen flüchtigen Kuss. „Okay“ sagte Erin und löste sich von Jason.
Jason sah Erin kurz hinterher, während sie in ihre Wohnung ging und Jason machte sich auf den weg in sein. Er ließ die Haustür hinter sich auf und ging ins Wohnzimmer.
„Das hat ja lange gedauert, wo ist sie?“ fragte seine Halbschwester Ellie. Sie saß mit ihrem Verlobten und Jasons besten Freund Adam auf seinem Sofa. Jason und Ellie hatten den selben Vater. Nachdem Jasons Vater Jasons Mutter verlassen hatte, hatte er eine kurze Beziehung mit Ellies Mutter, bevor er sich aus den staub gemacht hat. Er hatte zwar immer Unterhalt gezahlt, sich aber nie für seine Kinder interessiert. Im laufe der Jahre war Jasons Beziehung zu seiner Mutter immer schlechter geworden und heute hatte er kaum noch Kontakt zu ihr. Allerdings hatte Jasons bei Ellies Mutter und ihrem neuen Ehemann eine neue Familie gefunden. Ellie hatte noch zwei Halbgeschwister Silvia und David. Die beiden Teenager waren aber auch für Jason wie Geschwister. Nun saßen sie zusammen mit Ellie, Adam und Ellies Mutter so wie Daniel, Ellies Mann auf dem Sofa.

Jason ließ sich in seinen Sessel fallen und rieb sich das Gesicht. „Ellie ich bin keine 24 Stunden mit der Frau zusammen und dann sitzt meine ganze Familie hier im Wohnzimmer und lauert auf sie“
„Ja und“ sagte Ellie und grinste ihn an
„Tu mir einen gefallen, gib ihr etwas Zeit, Familiensachen sind nicht ganz einfach für sie“
„Ich weiß“
„Woher?“
„Steffi“ antworteten alle im Chor und Jason musste grinsen. Wieso wunderte ihn das jetzt nicht. Seine geschwätzige Nachbarin konnte einfach manchmal nicht den Mund halten.
„Könnt ihr bitte gehen? Nehmt es mir nicht übel, aber sobald sie dazu bereit ist werde ich sie euch vorstellen“
Knurrend und Murrend verabschiedete sich Jasons Familie. Das konnte noch heiter werden. Seine Familie war unwahrscheinlich neugierig. Nachdem Jason die Tür hinter seiner Schwester geschlossen hatte, ging er in sein Arbeitszimmer. Erin stand am Fenster und schaute nach draußen. Er nahm Erin von hinten in den Arm, zog sie an sich und hielt sie fest.
„Es tut mir leid“ sagte er
„Ist schon gut, ich muss mich für mein verhalten entschuldigen“
„Nein musst du nicht. Es ist Okay“
„Danke“ flüsterte sie und gab ihm einen Kuss.


zuletzt bearbeitet 25.05.2017 14:53 | nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Melli
Forum Statistiken
Das Forum hat 150 Themen und 561 Beiträge.